Indoor-Ortung.de

Technik, Funktionen und Sinn

  • Location based services

    Die mobile Datenverarbeitung ist von einer Nischentechnologie zu einem globalen Business angewachsen. Dicht bevölkerte Gebiete sind nahezu komplett mit drahtlosen Netzwerken abgedeckt. Gleichzeitig werden mobile Endgeräte preiswerter und leistungsfähiger. Die integrierten Funktionalitäten nehmen mit jeder neuen Gerätegeneration zu. Allerdings beschränken sich diese Dienste meist nur auf die Kommunikation und die Funktionen innerhalb der Geräte. Ortsbezogene […]

    location-based-services
  • Kosten, Anwendungsanforderungen und Sicherheit

    Kosten Die anfallenden Kosten für die Anschaffung eines indoor–Ortungssystems beruhen hauptsächlich in der Aufwendung für die Infrastruktur, zusätzliche Bandbreite, Fehlertoleranz und Ausfallsicherheit und die Art der eingesetzten Technologie. Zusätzlich müssen die Installation und die Überprüfung des Systems während der Einrichtung mit in die Kostenrechnung einfließen. Sofern das neue indoor–Ortungssystem ein bestehendes Kommunikationssystem wieder verwenden kann, […]

    kosten
  • Indoor Ortung

    Indoor–Ortungsverfahren befinden sich auf einem „aufsteigenden Ast“. Allerdings fehlt es häufig an theoretischen und analytischen Grundlagen für eine Umsetzung einer Indoor-Ortung. Ein grundlegender Rahmen für den Systemaufbau und die Funktionen ist somit zwingend notwendig für den Erfolg und die Implementierung eines indoor–Ortungssystems. Es werden vier Bereiche betrachtet, die eine große Herausforderung und damit grundlegende Anforderung […]

    Indoor Ortung

Im Jahr 1992 wurde das Active Badge System in den AT&T Laboratories in Cambridge entwickelt. Es besteht grundlegend aus drei Komponenten. Dem sogenannten Badge, den der Nutzer bei sich trägt und alle 15 Sekunden einen Infrarotimpuls (Badge-ID) aussendet und den Sensoren die innerhalb eines bestimmten Gebietes verteilt sind. An einem zentralen Server werden die empfangenen Signale (Badge-ID zu Sensor-ID) gesammelt und dem Server, der die Informationen verarbeitet. Da Active Badge als Technologie Infrarot nutzt, ist die Reichweite sehr beschränkt, häufig auf einen Raum oder in großen Räumen auf die Sendereichweite von Infrarot. In der unten dargestellten Abbildung ist das Prinzip vom Active Badge abgebildet.

Active Badge

Die Sensoren und Badges haben jeweils eindeutige IDs. Wenn ein Badge seine ID sendet, dann empfängt ein Sensor diese. Anschließend werden Sensor-ID und Badge-ID über ein Netzwerk zu einem Server übermittelt. Schließlich erfolgt die Positionsbestimmung des Badges (Badge-ID) mit Hilfe einer Datenbank, die die Sensordaten beinhaltet.

An den AT&T–Labs wurde eine Anwendung für Telefonisten entwickelt die auf Basis dieser Daten eine Zuordnung machen. Dabei kann eine Angabe darüber gemacht werden in der Nähe welches Telefons sich eine Person im Moment aufhält. Ein anderes Beispiel ist eine Zuordnung von Personen zum Raum, wobei häufig auch Raumteile genommen werden  (z.B. „Stockwerk 12 Nähe Aufgang 2“). Es wäre denkbar eine Objekt–Hierarchie zu definieren, die Namen bzw. Symbole beinhalten. Im Vordergrund steht allerdings, dass der Client eigentlich keine Information über seinen Aufenthaltsort hat. Er kann diese Information, sofern es vorgesehen ist, vom Server abfragen. Der Server kann dann die Daten in beliebiger Form aufbereitet anbieten.

Das Problem bei diesem System ist, dass es anfällig ist auf direktes Sonnenlicht und fluoreszierendes Licht, da dieses das Infrarot stört. Zusätzlich ist die Genauigkeit nur auf ganze Räume beschränkt. Desweiteren sind die Installations– bzw. Betriebskosten relativ hoch.