Indoor-Ortung.de

Technik, Funktionen und Sinn

  • Location based services

    Die mobile Datenverarbeitung ist von einer Nischentechnologie zu einem globalen Business angewachsen. Dicht bevölkerte Gebiete sind nahezu komplett mit drahtlosen Netzwerken abgedeckt. Gleichzeitig werden mobile Endgeräte preiswerter und leistungsfähiger. Die integrierten Funktionalitäten nehmen mit jeder neuen Gerätegeneration zu. Allerdings beschränken sich diese Dienste meist nur auf die Kommunikation und die Funktionen innerhalb der Geräte. Ortsbezogene […]

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  • Kosten, Anwendungsanforderungen und Sicherheit

    Kosten Die anfallenden Kosten für die Anschaffung eines indoor–Ortungssystems beruhen hauptsächlich in der Aufwendung für die Infrastruktur, zusätzliche Bandbreite, Fehlertoleranz und Ausfallsicherheit und die Art der eingesetzten Technologie. Zusätzlich müssen die Installation und die Überprüfung des Systems während der Einrichtung mit in die Kostenrechnung einfließen. Sofern das neue indoor–Ortungssystem ein bestehendes Kommunikationssystem wieder verwenden kann, […]

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  • Indoor Ortung

    Indoor–Ortungsverfahren befinden sich auf einem „aufsteigenden Ast“. Allerdings fehlt es häufig an theoretischen und analytischen Grundlagen für eine Umsetzung einer Indoor-Ortung. Ein grundlegender Rahmen für den Systemaufbau und die Funktionen ist somit zwingend notwendig für den Erfolg und die Implementierung eines indoor–Ortungssystems. Es werden vier Bereiche betrachtet, die eine große Herausforderung und damit grundlegende Anforderung […]

    Indoor Ortung

Cricket ist ein Indoor Ortungssystem, dass die Position von Objekten und deren Ausrichtung in Räumen mit hoher Genauigkeit bestimmen kann. Es wurde vom MIT entwickelt. Neben der Position werden ortsabhängige Informationen geliefert, wie z.B. die Bezeichnung eines Raumes. Cricket wurde entwickelt, um auch in Bereichen, in denen eine Messung mit GPS kaum bis gar nicht möglich ist, eine genaue Positionsbestimmung zu realisieren. Die Genauigkeit der Positionsinformation wird, auf der Cricket Homepage, mit 1 bis 10 cm angegeben. Das System besteht aus mehreren Sendern die rasterförmig unter der Decke eines Raumes oder Lagerhalle befestigt sind. Die Gitterweite des Rasters beträgt 120 cm. Das zu ortende Objekt wird mit einem Empfänger, der an einem Handheld, PDA oder ähnlichem Gerät angeschlossen ist, ausgerüstet. Zur Ortung nutzt Cricket eine Verknüpfung aus Radiosignalen und Ultraschallwellen. Sowohl ein Radio- als auch ein Ultraschallsignal werden von jedem Sender ausgesendet. Der Empfänger beginnt nach Eingang des Funksignals mit der Zeitmessung und stoppt sie nach Erhalt des Ultraschallsignals. Durch die Laufzeitendifferenz (TDoA) wird die Entfernung des Senders zum Empfänger berechnet. Folgende Abbildung stellt das Prinzip von Cricket dar.

Cricket

Die Signale der unterschiedlichen Sender unterscheiden sich aufgrund der mit gesendeten Identifizierungen, sodass die empfangenen Radio- und Ultraschallsignale genau zu einem Sender zugeordnet werden können. Durch die eindeutige Identifizierung wird verhindert, dass ein Radiosignal eines Senders mit einem Ultraschallsignal eines anderen Senders gemessen wird. Eine genaue Ortung wird erst dann möglich, wenn die Signale mehrerer Sender empfangen wurden, und deren Abstand zum Empfänger bekannt ist. Für die reine Datenübertragung nutzt Cricket das RF-Signal. Um die einzelnen Knoten mit dem Host zu verbinden wird eine RS232-Schnittstelle genutzt. Die Anzahl der Sender ist abhängig von der Fläche und mit einer Abdeckung von 1,5 m2 pro Sender angegeben. Das Cricket-System erfordert kein Netzwerk welches die einzelnen Sender verbindet. Alle Sender arbeiten vollständig selbständig. Bei Ausfall eines einzelnen Senders wird die Positionsinformation nur in einem kleinen Abschnitt ungenau. Ebenso wird der Datenschutz gewahrt, da die Positionsinformation im Empfänger berechnet wird. Cricket ist ein statisches System, jeder Sender wird fest installiert und muss für die jeweilige Position einzeln programmiert werden. Dies erfordert einen erhöhten Installations– und Wartungsaufwand. Cricket ist ein Projekt an dem bis 2006 aktiv entwickelt wurde. Seitdem wurde keine neue Software Version vorgestellt. Die Hardware ist über einen Internetversand für 10 Us Dollar pro Sender/Empfänger käuflich zu erwerben.