Indoor-Ortung.de

Technik, Funktionen und Sinn

  • Location based services

    Die mobile Datenverarbeitung ist von einer Nischentechnologie zu einem globalen Business angewachsen. Dicht bevölkerte Gebiete sind nahezu komplett mit drahtlosen Netzwerken abgedeckt. Gleichzeitig werden mobile Endgeräte preiswerter und leistungsfähiger. Die integrierten Funktionalitäten nehmen mit jeder neuen Gerätegeneration zu. Allerdings beschränken sich diese Dienste meist nur auf die Kommunikation und die Funktionen innerhalb der Geräte. Ortsbezogene […]

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  • Kosten, Anwendungsanforderungen und Sicherheit

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  • Indoor Ortung

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    Indoor Ortung

Ein lokales Ortungssystem, welches auf RF–Signalen im UWB zwischen 6–7.2 GHZ basiert, ist das der Firma Ubisense. Das System besteht grundsätzlich aus drei Komponenten, dem Ubi–Tag, einem Funkmeldeempfänger ähnliche einem Mobilteil, das am zu ortenden Objekt angebracht wird, vier Empfangsstationen, den Ubi–Sensoren und einer Anwendung die auf einem mit den Ubi–Sensoren verbundenen Servern betrieben wird.

Mit der Ubisense-Technik ist es möglich eine dreidimensionale Ortung und das Tracking von Objekten in Echtzeit zu realisieren. Der Tag des Ubisense–Systems sendet UWB–Signale aus. Diese werden von den Basisstationen empfangen. Das gesamte System ist zellular aufgebaut, pro Zelle werden vier Basisstationen benötigt. Mit einer Zelle kann eine Fläche von 625 m2 abgedeckt werden. Dabei können unbegrenzt viele Zellen verwendet werden. Die Tag-Positionen werden über ein Standard-Ethernet-Kabel oder über WLAN an die Ubisense-Softwareplattform gesendet, die die Daten erfasst, auswertet und entweder visualisiert oder über eine API an ein externes Programm übermittelt. Es kommen sowohl TDoA als auch AoA zum Einsatz. Die Positionsbestimmung ist nach Angaben von Ubisense mit einer Genauigkeit von 15 cm in 3D möglich.

Die Lebensdauer der Batterie im Tag wird mit 12 Monaten angegeben und ist abhängig von der Dauer der Nutzung des Senders. Darüberhinaus verfügt das Ubisense-System über eine Visualisierungssoftware, diese kann die reale Welt, z.B. ein Lagerhalle, in einem 2D oder 3D Modell darstellen. Um ein virtuelles Abbild des Sensorbereiches zu erstellen, enthält die Software den Visual Developer, ein Entwicklungstool ähnlich einem Computer Aided Design (CAD) Programm. Außerdem existiert ein Interface für AutoCad Zeichnungen.

Das Ortungssystem der Firma Ubisense bietet eine hohe Genauigkeit, dennoch liegen die Gesamtkosten für diese Anwendung bei ca. 10.000€. Da das System sowohl im outdoor– als auch im indoor–Bereich eingesetzt werden kann, eröffnen sich viele Einsatzmöglichkeiten. Ein mögliches Einsatzgebiet ist u.a. das System zu Übungs– oder Simulationsanalyse zu nutzen. In Bereichen in denen die Effizienz eines Workflows von Bedeutung ist, kann dieser aufgezeichnet werden. Das System wird allerdings durch die Mobilität begrenzt. Eine feste Infrastruktur aus stationären Sensoren legt das Einsatzgebiet vor Inbetriebnahme fest. Das Ubisense System befindet sich bereits im Einsatz, seit November 2005 wird das System im Military Operations in Urban Terrain (MOUT), einem Trainingsgelände der U.S. Armee, eingesetzt. Es wird verwendet, um die Bewegungen und Interaktionen von Soldaten in mehrstöckigen Gebäuden aufzuzeichnen.


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