Indoor-Ortung.de

Technik, Funktionen und Sinn

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    Die mobile Datenverarbeitung ist von einer Nischentechnologie zu einem globalen Business angewachsen. Dicht bevölkerte Gebiete sind nahezu komplett mit drahtlosen Netzwerken abgedeckt. Gleichzeitig werden mobile Endgeräte preiswerter und leistungsfähiger. Die integrierten Funktionalitäten nehmen mit jeder neuen Gerätegeneration zu. Allerdings beschränken sich diese Dienste meist nur auf die Kommunikation und die Funktionen innerhalb der Geräte. Ortsbezogene […]

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  • Kosten, Anwendungsanforderungen und Sicherheit

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  • Indoor Ortung

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    Indoor Ortung

RFID steht für Radio Frequency Identification, was so viel bedeutet wie Identifizierung per Funk oder auch Funkerkennung. Als eine der sieben Kerntechnologien auf dem Markt für automatische Identifikationssysteme wird RFID mittlerweile in Deutschland als Schlüsseltechnologie des kommenden Jahrzehnts gehandelt. Mit dieser Technologie können Daten von Gegenständen berührungslos und ohne Sichtkontakt gelesen und gespeichert werden. Die Identifikation ohne Sichtkontakt, d.h. durch Materialen hindurch, lässt die Annahme zu, dass RFID–Systeme in vielen Bereichen die Barcode–Systeme verdrängen werden. In der einfachsten Version besteht ein RFID–System aus einem Transponder auch Tag oder Datenträger genannt und einem Lesegerät (Tag–Reader). Mittels des Lesegerätes werden individuelle Kennzeichnungen eines oder mehrerer Transponder per Funksignal über Reichweiten von wenigen Zentimetern bis zu 300 Metern gelesen bzw. den Transpondern zugeschrieben. Ohne die Notwendigkeit des Sichtkontaktes zwischen Lesegerät und Transponder, können mehrere Hundert dieser Transponder gleichzeitig ausgelesen werden. Damit sind vielfältige Vereinfachungen möglich geworden, zum Beispiel bei der Identifikation von Objekten zur Prozessoptimierung in der Logistik.

Die Übermittlung von Daten zwischen Transponder und Lesegerät erfolgt über Induktion bzw. über elektromagnetische Wellen. Bei Transpondern unterscheidet man grob zwischen aktiven und passiven Tags. Aktive Transponder sind mit einer eigenen Stromquelle ausgestattet. Sie generieren ein eigenes Signal, mit dem die Transponderdaten an das Lesegerät gesendet werden, Normalerweise befinden sich aktive Transponder im Ruhezustand, d.h. sie werden erst durch ein Aktivierungssignal vom Lesegerät geweckt. Bei passiven Transpondern bezieht der Transponder die notwendige Energie zur Datenübertragung an das Lesegerät aus dem durch das Lesergerät erzeugten Energiefeld (Induktion). Passive RFID–Transponder sind im Vergleich zu aktiven Transpondern kleiner und verfügen über eine fast unbegrenzte Lebensdauer.

Eine große Bandbreite verschiedener Transpondersysteme hat sich bereits etabliert auf dem Markt. Die Produktvielfalt erschwert jedoch die Auswahl des richtigen Systems für die gewünschte Anwendung. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Leistungsmerkmale der gängigsten Transpondersysteme, die heute verfügbar sind.

Leistungsmerkmale RFID

Transponder können durch die meisten Materialien hindurch identifiziert werden. Somit kann zum einen die RFID–Elektronik in robuste Gehäuse eingebettet werden, was Transponder resistent gegen Umwelteinflüsse wie Schmutz, Farbe oder Feuchtigkeit macht. Sobald aber Transponder in Materialien eingelassen werden, können diese die Identifikationsgeschwindigkeit und –reichweite beeinflussen. Keine Identifikation des Transponders findet statt, wenn er metallummantelt ist. Auch ist die Identifikation durch Metallgitter (Rollcontainer) problematisch.

Mittlerweile haben sich auch so genannte Peiltransponder am Markt durchgesetzt. Mit diesen im Bereich 2,45 GHz arbeitenden Systemen lassen sich Objekte in Echtzeit auf eine Entfernung von bis zu 300 Metern mit einer Genauigkeit von 3 Metern orten. Mindestens drei in der Lagerhalle montierten Antennen erfassen diese Funkwellen und leiten die Daten an einen Positionierungsrechner weiter, der auf Grund der unterschiedlichen Signallaufzeiten den Sendeort und somit die Position der Transponder ermittelt. Auf einem Rechner können dann die Bewegungen dargestellt und abgelesen werden.